Freie Plätze

BEREICH SUCHT                Entzug:  1                     Therapie: 4          BEREICH IV                        Wohnen:  3                  Arbeiten:  3       BEREICH JUGEND         Teenagerhaus:  2        Lehrlings-WG: 2                                         [Stand: 02.02.12]

Geschichten, die bewegen

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Mit Salome* gingen wir einen besonders langen Weg: Sie trat von einer psychiatrischen Klinik ins Beth Shalom über. Anfänglich eher ängstlich und verwirrt, stabilisierte sich ihr Zustand nach mehreren Wochen des Tragens, Ringens und Kämpfens für sie, sodass Salome zuerst tageweise, später das ganze Wochenende mit ihrem Ehemann zu Hause verbringen konnte. Ihr Ziel ist, die Selbständigkeit im Alltag wieder zu erlangen.

 

Angela*, eine Frau aus Afrika; von ihrem Mann getrennt, seit vielen Jahren in der Schweiz, Mutter einer 12-jährigen Tochter, die in einem Heim aufwächst. Angela schämte sich, bei ihrer Tochter oder bei Freunden mit einer «Alkoholfahne» aufzukreuzen. Dadurch wurde sie immer einsamer. Diese Not trieb sie zu uns für einen Alkohol-Entzug. Danach möchte sie wieder nach Hause gehen und in einer Tagesklinik lernen, eine Tagesstruktur einzuhalten. Dadurch hofft sie, die Sucht zu überwinden, ohne abends zu Hause abzustürzen. Sie meint, mit Vertrauen auf Gott und der Unterstützung eines stabilen Freundeskreises hätte sie eine Chance, nüchtern zu bleiben. Besonders der Kontakt zu einem Ehepaar könnte ihr helfen, den eingeschlagenen Weg mit festen Tritten weiter zu gehen.

 

Peter*, etwas über 30 Jahre alt, hat eine 20-jährige
«Drogenkarriere» hinter sich. Seine anfängliche Begeisterung wich immer mehr der Ernüchterung über sich und seine Lebensumstände. Er verspürte eine unbeschreibliche Leere in sich, fiel erneut in eine Depression und wollte nicht mehr leben. Eigenen Äusserungen zufolge brachte er in seinem Leben noch «nichts» auf die Reihe, und er gibt sich nur eine ganz geringe Chance auf Veränderung. An verschiedenen Orten wurde er als «hoffnungsloser Fall» beurteilt. Bei uns hört er viel über die Hoffnung, die der christliche Glaube schenkt und er vertieft diese Themen mehr und mehr. Als Team versuchen wir, ihm eine neue Lebensperspektive und Hoffnung zu vermitteln. Wir motivieren ihn, den abstinenzorientierten Weg einzuschlagen. Schritt für Schritt entdeckt Peter die Lebensqualität, die hinter einem solchen Weg wartet.

 

Andreas Graber
Leiter Beth Shalom

 

*Namen zum Schutz der Teilnehmenden geändert

 

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